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KW 29/18: Leben auf dem Bauernhof, Teil 2.

Im Frühjahr 2012 habe ich bereits darüber geschrieben, dass ich mir regelmäßig eine Auszeit nehme, auf einen Bauernhof ziehe und mich dort um ein paar Pferde, Katzen und einen Hund kümmere. Den Hintergrund dazu habe ich jetzt mal zusammengefasst.

Projekte:

  • Tätigkeit im Sinne eines Pferde-Wirt auf einem Bauernhof in der fränkischen Schweiz von 2011 bis heute: 2011 (ganzer August als Urlaubs-Vertretung, ein Wochenende im September und eine Woche im Oktober), 2012 (an 4 Wochenenden), 2013 (an 5 Wochenenden), 2014 (an 6 Wochenenden), 2015 (nur an 2 Wochenenden, weil der Hof dann verkauft wurde) und 2018 (an 9 Wochenenden, nachdem ein neuer Hof gekauft wurde. 
  • Meine Aufgaben: Bewirtschaften des Hofes, auf dem noch mit Holz geheizt und gekocht wird (beim neuen Hof gibt es darüber hinaus weder Strom, noch fließendes Wasser). Fahren des Bulldogs. Durchführen von Reparatur-Arbeiten. Organisieren von Gras, Heu und Stroh. Füttern von 5 bis 10 Pferden mit Heu und unterschiedlichen Kraftfutter-Mischungen. Misten und reiten. Absprachen mit den Besitzern der Einsteller-Pferde und Tier-Ärzten sowie verabreichen von Medikamenten. Betreuung einer Wanderreit-Gruppe. Führen von Pferden, auf denen Kinder saßen und weitergeben von Tipps im Umgang mit den Pferden. Betreuen von 3 Katzen und 1 Hund.
  • Im April und Mai 2014 habe ich mich darüber hinaus jeden Sonntag um einen weiteren Stall mit 7 Pferden gekümmert.

Bibliothek:

  • Umfangreiche Sammlung an Fach-Büchern und Spielfilm-DVDs.

Aus- und Weiterbildung:

  • Bis zum Herbst 2010 hatte ich keinen Bezug zu Pferden und damals sagte eine Bekannte zu mir (die beruflich als Huf-Orthopädin arbeitet), dass ich mich doch mal (ohne Sattel) auf eines ihrer Pferde setzen solle.
  • Interessanterweise ging sie mit ihren Pferden im Sinne des Indianischen Reitens oder Natural Horsemanship um, womit ich mich gut identifizieren konnte und daraufhin brachte ich mir das Reiten auf diese Weise und den Umgang mit den Pferden selber bei. Das Reiten ohne Sattel half mir dabei, denn so musste ich mich intuitiv an den Muskel-Bewegungen des Pferdes orientieren.
  • Typische Merkmale dieser sehr Pferde-gerechten Art sind außer dem Reiten ohne Sattel, ein partnerschaftliches Verhältnis zu dem Pferd, die Haltung in einer Herde im Offenstall, Bar-Huf statt Huf-Eisen sowie das steuern mit gebisslosem Zaum, minimalem Körper-Einsatz und intuitiver telepathischer Tier-Kommunikation.
  • Im Laufe der Zeit habe ich dann noch einige Fach-Bücher dazu gelesen, mir Filme angesehen sowie an Workshops zu "Huf-Ortopädie" (2012), einer "Sattel-Anprobe" (2012), "Erste Hilfe am Pferd" (2016) und an einem "Verlade-Training" (2016) teilgenommen.

Reit-Erfahrungen:

  • Mit geschlossenen oder offenen Zügeln. Mit Trense, Knotenhalfter, gebisslosem Zaum, Martingal oder nur mit Halsring.
  • Mit Western-Sattel oder Dessur-Sattel oder ohne Sattel.
  • Mit und ohne Huf-Schuhe.
  • Fast ausschließlich im Gelände und nur wenig auf einem Platz.
  • 2x ein durchgehendes Pferd und 1x ein buckelndes Pferd unter mir erlebt sowie 1x vom Pferd gefallen und 1x im Galopp runter gesprungen.
  • Ausritte überwiegend alleine oder mit anderen Reitern sowie mit ein oder zwei frei laufenden Hunden.
  • Während meiner Zeit auf dem Bauernhof verbringe ich viel Zeit tagsüber und nachts im Offenstall in der Herde, um das Verhalten der Pferde untereinander sowie deren Reaktionen auf mich zu beobachten und daraus zu lernen.
  • Bilder bei Flickr.
  • Bisher gerittene Pferde: Irischer Tinker-Wallach, norwegischer Fjord-Wallach, Friesen-Kaltblut-Stute, holländische Warmblut-Stute, Haflinger-Araber-Wallach, andalusischer Schimmel-Wallach, Achal-Tekkiner-Wallach und ein weiterer Wallach. 
  • Bisherige Reit-Beteiligungen von Mai 2011 bis Oktober 2012, im Oktober und November 2012, im April und Mai 2014 sowie von Oktober 2015 bis Juli 2016.

Reit-Beteiligung:

Wenn sich mal wieder eine Reit-Beteiligung ergeben sollte, dann wären mir folgende Punkte dabei sehr wichtig: 

  • Kein 2er Stall, sondern Herden-Haltung.
  • Keine Boxen-Haltung, sondern Offen-Stall mit 24-Stunden Heu und direktem Zugang zu Paddock und Koppel.
  • Keine Sport- oder Leistungs-Pferde, also Teilnahme des Pferdes an Pferde-Rennen, Spring-Turnieren, Polo-Spielen oder Zucht-Programmen.
  • Barhuf, statt Hufeisen.
  • Schönes Ausreit-Gelände (Halle und Platz sind für mich unwichtig).
  • Die Erlaubnis alleine, mit gebisslosem Zaum, ohne Sattel und ohne Helm zu reiten.
  • Regelmäßiges füttern und misten durch mich 1-2x pro Woche ganzjährig.
  • Wenn ich als Pferde-Pfleger auf dem Bauernhof tätig bin, dann wird das angemessen honoriert. Bei einer Reit-Beteiligung kümmere ich mich regelmäßig, zuverlässig und Tier-gerecht um das mir anvertraute Pferd, welches ich beschäftige, füttere und miste. Dafür investiere ich Zeit und Benzin. Das sollte einem Pferde-Besitzer wichtiger sein, als dafür noch zusätzlich Geld zu erwarten.

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