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KW 21/17: Road-Trip zum Gardasee.

Anlässlich des Oldtimer-Rennens „Mille Miglia“ bin ich nach fast 15 Jahren mal wieder zum Gardasee gefahren und habe mir dort noch 4 Auto-Museen angeschaut. Beginn meines Road-Trips war jedoch die HiFi-Messe „High End“ und der Abschluss das „Rock-Museum“.

Tag 1: Freitag, 19. Mai 2017

Nürnberg - München - Nago-Torbole (552 km)

Früh morgens ging’s erstmal zum ADAC, um mir die 10-Tages-Vignette für Österreich zu kaufen und dann war mein erstes Ziel die HiFi-Messe High End in München, die ich zwischen 2007 und 2010 mehrfach besucht hatte, als ich einen regionalen HiFi-Händler in dessen Marketing beraten habe. Gelegentlich verfolge ich noch die Entwicklungen der Branche in deren Fach-Zeitschriften und ich war überrascht, wie groß die Messe mittlerweile geworden ist. Ein Highlight dort sind für mich immer die Vorführungen der Marke Burmester.

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Nach dem Messe-Besuch war mein nächstes Ziel der Camping-Platz Europa in Nago-Torbole, im Norden des Gardasee. Aufgrund der Geschwindigkeits-Begrenzungen in Österreich und Italien war die Autobahn-Fahrerei ziemlich langweilig, wobei ich häufig den Eindruck hatte, dass ich der einzige war, der sich daran hielt.

Tag 2: Samstag, 20. Mai 2017

Nago-Torbole - Brescia - Salsomaggiore Terme - Maranello - Parma - Salsomaggiore Terme (395 km)

Anlass meines Road-Tips war ja das Oldtimer-Rennen Mille Miglia, welches ich mir bereits in den Jahren 1999 bis 2003 jährlich angeschaut hatte und deren Durchfahrt ich mir heute Abend in Parma ansehen wollte. Da ich bis dahin noch viel Zeit hatte, fuhr ich erstmal zum Mille Miglia-Museum nach Brescia, wählte dafür die Tour an der westlichen Seite des Gardasees und habe in der Museums-Taverne anschließend noch sehr lecker gegessen.

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Auf meiner Weiterfahrt nach Parma bin ich dann erstmal zum Camping-Platz Arizona gefahren, der ca. 30 km außerhalb liegt und der einzige dort in der Gegend war, der mir auf „Google Maps“ angezeigt wurde.

Da es erst 17.00 Uhr war, als ich mein Zelt aufgebaut hatte und die ersten Teilnehmer der „Mille Miglia“ nicht vor 21.30 Uhr in Parma erwartet wurden, habe ich mir noch das Ferrari-Museum in Maranello angeschaut, dessen Schwerpunkt auf der Marke Ferrari und seiner Rennsport-Geschichte liegt.

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Von Maranello ging’s dann wieder zurück in die Innenstadt von Parma und dort habe ich meinen Wagen im Parkhaus Fratti Duc abgestellt, welches recht zentral gelegen ist. Von dort aus musste ich nur ein paar Meter zur Strada Garibaldi laufen, wo der Stop für die Zeit-Abnahme war. Ich kam genau rechtzeitig an, um noch die Durchfahrt der modernen Ferrari im Rahmen derer Tribute Tour zu sehen, die den Oldtimern vorausfährt.

Bis zur Ankunft der ersten Oldtimer hatte ich aber immer noch anderthalb Stunden Zeit und so beschloss ich etwas Essen zu gehen. Direkt an der Hauptstraße war ein kleines schickes Restaurant, welches aber voll war und nach einigem warten suchte ich etwas anderes, wofür ich in eine kleine Gasse ging, in der ich noch weitere Tische draußen stehen sah. Etwas unscheinbar lag dort eine kleine Biker-Bar und ich fragte, ob die auch eine Kleinigkeit zu essen hätten.

Die Besitzerin, die ungefährt so alt war wie ich meinte, dass sie noch die Zutaten für ein Schinken-Sandwich hätte, welches ich mit einer Cola und einem Kaffee bestellte. Beim Kaffee empfahl sie mir, dass ich den bekäme, wenn ich mit dem Essen fertig wäre und so setzte ich mich draußen an einen ihrer Tische. Wenig später kam noch ein junges Mädel hinzu, die mit der Besitzerin befreundet war und mich fragte, was ich denn in Parma mache.

Das ich nur wegen der „Mille Miglia“ gekommen war, fand sie cool und wenig später ergab sich eine ausführliche Unterhaltung mit ihr, der Besitzerin und einem Motorrad-Fahrer, bei dem mir nicht klar wurde, ob er Stammgast war oder zur Besitzerin gehörte. Da das junge Mädel die einzige war die englisch sprach, übersetzte sie immer zwischen den anderen und mir.

Mittlerweile war ich zu den dreien nach drinnen umgezogen und wollte den Kaffee trinken. Hierbei wurden mir erstmal die Alternativen italienischer oder amerikanischer Kaffee angeboten und da wir in Italien waren, entschied ich mich für einen italienischen, der sich als Espresso herausstellte.

Etwas später wollte ich dann noch ein anderes Kalt-Getränk außer der Cola und fragte, ob sie Bier hätten, worauf die Besitzerin antwortete, dass wir Deutschen immer Bier trinken würden, aber hier sollte ich besser Prosecco trinken. Sie öffnete eine neue Flasche und schenkte uns allen jeweils ein Weinglas davon ein.

Wir unterhielten uns knapp 2 Stunden prima und ich war echt froh, dass ich in dem schicken Restaurant an der Hauptstraße keinen Platz bekommen hatten und dadurch in dieser kleinen, familiären Bar gelandet war, die mich an meine Zeit als Tauchlehrer-Assistent 1995 in der Türkei und an meine Barkeeper-Zeit im Herbst 2012 in Nürnberg erinnerte.

Als die ersten Oldtimer gegen 22.00 Uhr zu hören waren, ging ich zurück zur Hauptstraße und versprach, bei meinem nächsten Parma-Besuch wieder bei denen vorbeizukommen.

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An dem Zeitabnahme-Punkt an der Strada Garibaldi fand ich einen recht guten Platz, was auch daran lag, dass es die meiste Zeit des abends regnete. Wenig später stellte sich eine ätere Frau neben mich und ich hielt meinen Schirm auch über sie, was sie mit einem lächeln quittierte.

In Erinnerung an die Durchfahrt in Mantua bei meinem letzten Besuch der „Mille Miglia“ kam mir dieser Zeitabnahme-Punkt aber etwas zu wenig „glamurös“ vor und so ging ich etwas an der Absperrung entlang.

Tatsächlich fand ich daraufhin den „Piazza Duomo“, auf dem die Fahrer von einem Moderator begrüsst wurden, aber leider wurde hier wenig später schon abgebaut.

Auf dem Rückweg zum Parkhaus sah ich dann noch den einen oder anderen Oldtimer, der in den Seiten-Straßen parkte, da die Teilnehmer in Parma übernachteten, bevor es am nächsten Morgen weiterging.

Tag 3: Sonntag, 21. Mai 2017

Salsomaggiore Terme - Modena - Sant Agata Bolognese - Sirmione - Nago-Torbole (327 km)

Heute wollte ich mir das Ferrari-Museum in Modena und das Lamborghini-Museum in Sant Agata Bolognese ansehen. Kurz vor der Auffahrt auf die Autobahn sah ich die Hinweis-Schilder der „Mille Miglia“, die den Teilnehmern die Route zeigten und ein paar wartende Zuschauer am Straßenrand.

Also stellte ich mich zu denen, aber nach und nach gingen oder fuhren die Zuschauer, bis nur noch ich und ein paar Polizisten übrig blieben. Zu denen ging ich dann, um zu erfragen, ob noch Oldtimer kämen, aber die sprachen kein Englisch. Daher sagte ich „Mille Miglia“ und deutete auf mein Hand-Gelenk, wo man normalerweise eine Uhr trägt. Der eine Polizist packte darauf sein Handy aus und begann darauf rum zu tippen.

Schließlich zeigte er es mir und ich konnte sehen, dass er bei Google nach einer Übersetzung gesucht hatte. Ich machte daraufhin das gleiche mit meinem Handy und so „unterhielten“ wir uns eine Weile, bis ich wieder zu meinem Auto zurückging. Wenig später hatte der Polizist scheinbar einen Funk-Spruch erhalten, dass jetzt alle teilnehmenden Oldtimer durch wären, denn er kam zu mir, um mich darüber zu informieren, woraufhin ich zu meinem nächsten Museums-Besuch aufbrach.

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Das „Ferrari-Museum“ in Modena liegt etwas versteckt und hat einen anderen Schwerpunkt, als das in Maranello, denn hier geht es um die Geschichte von „Enzo Ferrari“. Diese wird in einem stylischen Gebäude nicht nur mit ausgestellten Autos erzählt, sondern auch mit einem kurzen Film, für den plötzlich die gesamte Ausstellungs-Halle verdunkelt wird.

Nach dieser Besichtigung stand noch das „Lamborghini-Museum“ auf meinem Programm, bevor es zurück zum Gardasee ging. Alle vier Museen hatten übrigens gemeinsam, dass eine halbe Stunde bis Stunde reichte, um diese zu besichtigen.

Das gesamte Foto-Album anschauen oder beim ersten Bild des Lamborghini-Museums in Sant Agata Bolognese beginnen.

Auf meiner Rückfahrt zum Camping-Platz im Norden des Gardasees wollte ich von Peschiera del Garda an der östlichen Seite des Gardasees entlang fahren und mir zunächst noch die Foto-Ausstellung 100 Jahre Rennauto-Geschichte am Gardasee in Sirmione ansehen. Der Ort liegt am Ende einer kleinen Landzunge, die in den Gardasee hineinragt, aber dort war so viel los, dass nicht nur die gesamte Strecke auf dieser Landzunge im Schritt-Tempo verlief, sondern ich dort auch keinen Parkplatz bekam, sodass ich aufgab und weiterfuhr.

In der Höhe von Lazise war dann der nächste Stau und auch auf meiner weiteren Fahrt entlang der Küste war sehr viel Verkehr. Mit Ausnahme von Lazise aber zum Glück nur in der Gegenrichtung. Wieder in Nago-Torbole angekommen war ich zum Abschluss meines Italien-Aufenthaltes noch lecker in der Pizzeria Nuova Garda essen.

Tag 4: Montag, 22. Mai 2017

Nago-Torbole - München - Nürnberg (547 km)

Nachdem ich auf meiner Hinfahrt von Nürnberg zum Gardasee einen musikalischen Zwischenstop auf der "High End" in München eingelegt hatte, wollte ich das auf dem Rückweg genauso machen und hatte mir das Rock-Museum auf der Aussichts-Plattform des Olympia-Turms vorgenommen, dessen Buch All you need is Music ich schon mal in meinem Blog vorgestellt hatte. Damals hatte ich den Betreiber Herbert Hauke kennen gelernt und obwohl ich regelmäßig in München bin, habe ich es nie geschafft, da mal hinzufahren, was ich jetzt nachholen wollte. Leider war die aktuelle Ausstellung sehr klein und so fuhr ich nach kurzer Zeit weiter.

Das gesamte Foto-Album anschauen oder beim ersten Bild des Rock-Museums in München beginnen.

Nützliches

  • Zeit für Besichtigungen: Für die HiFi-Messe High End sollte man sich 2-3 Stunden einplanen und für das Rock-Museum reichte eine halbe Stunde. Für die 4 Auto-Museen fand ich eine halbe bis ganze Stunde angemessen.

  • Für alle Camping-Plätze muss man sich sein Toiletten-Papier selber mitbringen und der Camping-Platz in der Nähe von Parma hatte sogar sehr geräumige Einzel-Kabinen, die Waschbecken, Toilette und Dusche enthielten, was ich sehr angenehm fand.

  • Besonders für die Maut-Stationen empfiehlt es sich ausreichend Bargeld in kleinen Scheinen mitzunehmen.

Kosten

  • ca. 200 EUR für Benzin, parken und anschließende Auto-Wäsche

  • ca. 75 EUR für Autobahn-Maut

  • ca. 75 EUR für Eintritt

  • ca. 65 EUR für Übernachtungen

Reaktionen auf mein Auto

Seit Ende November 2016 habe ich jetzt den Abarth 124 Spider, zu dem ich in folgendem Blog-Artikel bereits einige Links zusammen getragen habe. Für mich ist er momentan der perfekte Wagen und das Feedback der Menschen, die ihn sehen ist ausschließlich positiv. Interessanterweise drehen sich nicht nur Kinder, sondern auch Teenager und zwar sowohl Jungs, als auch Mädels neugierig danach um, was in Italien sogar noch krasser war:

  • Als ich mal an einer Ampel stand, hielt ein alter Mann seine Hand an sein Ohr und deutete auf mein Auto, damit ich mal Gas gab.

  • Als ich am Gardasee aufgrund des vielen Verkehrs mal langsam fuhr, hörte ich die Gespräche mehrerer Passanten, die anerkennend „Abarth Spider“ und „bella macchina“ sagten.

  • Ebenfalls am Gardasee hielt ein jugendlicher Vespa-Fahrer mal neben mir an und meinte „complimenti“.

  • Auf der italienischen Autobahn wurden einige Autos langsamer, als sie mich überholten, die Beifahrer drehten sich neugierig nach mir um und einer reckte mir seinen Arm mit „Daumen hoch“ aus seinem offenen Fenster entgegen.

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Am 18. Juni 2017 schrieb Kathi:

Ich kann die positiven Reaktionen auf Abarth in Italien nur bestätigen. Wir haben eine ähnliche Tour mit meinem Punto Evo im Frühjahr absolviert und haben ganz viele Daumen hoch gesehen. Überlege jetzt allerdings auch einen 124 Spider zuzulegen damit ich meinen Punto Evo nach 170.000 km im Sommer in "Altersteilzeit" schicken kann ;-) danke für deinen Beitrag!









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