Besuchen Sie auch:


KW 18/12: Woodbadge-Ausbildung der Pfadfinder.

Seit über 30 Jahren bin ich schon bei den Pfadfindern, vor genau 20 Jahren habe ich die „Woodbadge“-Ausbildung des „Deutschen Pfadfinderverbandes“ absolviert und am letzten Wochenende bin ich zu einem Treffen ehemaliger Teilnehmer gefahren.

Dieser Austausch in Form einer „Reunion“ stand unter dem Motto "mit Kopf, Herz & Hand":
-Kopf: Intellektueller Austausch zum Thema "Pfadfinder in der heutigen Gesellschaft".
-Herz: Freunde wieder treffen, neue Menschen kennen lernen und gemeinsam am Lagerfeuer singen.
-Hand: Werkarbeit in Form einer selbst gebauten Lampe.

Los ging‘s am Freitag Abend mit einem gemeinsamen Abendessen, zu dem jeder der knapp 20 Teilnehmer eine regionale Spezialität für ein Buffet mitbringen sollte, was bei mir fränkische Brezn waren, nachdem ich 1996 aus meiner Heimat-Stadt Wuppertal nach Nürnberg gezogen bin.

Meinem Wuppertaler Stamm „Graf Luckner“ bin ich allerdings weiterhin verbunden, auch wenn die Treffen in den letzten Jahren unter anderem aufgrund der Entfernung etwas nachgelassen haben. Die Intensität dieser Treffen hat darunter jedoch nicht gelitten, da die Rover des Stammes es tatsächlich schaffen, die Idee eines „Lebensbundes“ umzusetzen und so auch ein regelmäßiger Austausch jenseits der persönlichen Treffen stattfindet.

Der Samstag der „Woodbadge-Reunion“ begann mit dem Postenlauf „Weg der Impulse“, bei dem alle Teilnehmer eine unterschiedliche Route hatten und sich dadurch an jedem Posten eine andere Gruppe zusammenfand, um folgende Themen zu diskutieren:

-Ein Blick in die Zukunft: Wohin kann die Reise der Pfadfinder gehen? Schreibt Eure Meinung und Ideen dazu auf und malt ein Bild dazu.
-Welche Rolle spielt die Pfadfinder-Bewegung in der heutigen Gesellschaft und welche Rolle könnte oder sollte sie spielen? Überlegt Euch ein Symbol dafür.
-Was war mein stärkstes Erlebnis in der Pfadfinder-Bewerbung und wie verschaffe ich anderen ähnliche Erlebnisse? Schreibt Eure eigenen Erlebnisse dazu auf und schreibt ein Gedicht, das Eure Meinung dazu ausdrückt.
-Pfadfinder und Schule. Wie könnte eine Skulptur dazu aussehen?
-Wie viel Schulung braucht die Pfadfinder-Bewegung? Schreibt Eure Meinung dazu auf und überlegt Euch einen Knoten, der Eure Gedanken am besten zeigt.

Diese überwiegend intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Thema „Pfadfinder“ fand ich sehr inspirierend und sehr schön war auch die Weg-Skizze gestaltet, inkl. der Bezeichnungen der Orte für die einzelnen Posten:

-Einfahrt des Wiedersehens
-Parkplatz der Vorfreude
-Haus der Gemeinsamkeiten
-Stufen der Begeisterung
-Feuer der Begegnung
-Wiese der Begebenheiten
-Jurte der Erinnerungen
-Wäldchen des Staunens

Weiter ging‘s dann mit einem handwerklichen Programm-Punkt, da jeder aus einer Holz-Kiste für Wein-Flaschen eine Lampe bauen sollte. Dazu musste unter anderem die Lampen-Fassung montiert und eine Glas-Scheibe zugeschnitten werden, die mit dem „Woodbadge-Symbol“, welches eine Axt in einem Baumstamm zeigt, verziert werden konnte.

Im Anschluss daran wurden in der gesamten Gruppe die Erkenntnisse aus dem Postenlauf am Vormittag diskutiert, bevor es an die gemeinsame Vorbereitung des Abends ging. Dieser begann mit einem mehrgängigen Menü und mündete in einer Singerunde am Lagerfeuer, inkl. der Überreichung der „Woodbadge-Insignien“ an einen Teilnehmer des letzten Kurses, der diesen mittlerweile erfolgreich abgeschlossen hatte. Welchen Hintergrund diese „Woodbadge-Insignien“ haben und was die Bestandteile der „Woodbadge-Ausbildung“ sind, ist ausführlich auf der Website des Deutschen Pfadfinderverbandes erklärt.

Am Sonntag Vormittag stand nach dem Frühstück nur noch das gemeinsame Aufräumen und die Abschlussrunde auf dem Programm, bei sich viele einig waren, dass die Gruppe, die sich untereinander nur teilweise kannte, sehr schnell zusammengefunden hatte und es wurde überlegt, die nächste „Reunion“ im Herbst 2014 im nördlich von London gelegenen „Gilwell-Park“ durchzuführen, welches heute das Ausbildungs-Zentrum der englischen Pfadfinder ist und in dem „Baden Powell“ im Herbst 1919 die „Woodbadge-Ausbildung“ initiierte, die damals noch „Gilwell-Ausbildung“ hieß.

Frank Neuhaus ist Rover im Stamm Graf Luckner in Wuppertal, im Deutschen Pfadfinderbund Mosaik, im Deutschen Pfadfinderverband.


Weitere Blog-Artikel aus der Kategorie Magazin: Persönliche Entwicklung lesen.


Diesen Artikel empfehlen:


Einen Kommentar zu diesem Artikel schreiben:

Name (notwendig)
eMail-Adresse (notwendig, wird aber nicht angezeigt)
Website (wenn vorhanden)
Wenn Sie einen Kommentar veröffentlichen, dann stimmen Sie der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten zu. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, dann finden Sie entsprechende Informationen in der Datenschutz-Erklärung.