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KW 26/14: Aktuelle Blog-Paraden.

Noch bis Ende diesen Monats laufen die Blog-Paraden „Geiler Content - aber wie geht das?“ von Mirko Lange sowie „Social Media-Monitoring und Social Media Analytics“ von Mike Schnoor, an denen ich mich hiermit beteiligen möchte.

Was ist eine Blog-Parade?
Bei einer Blog-Parade legt ein gastgebendes Blog ein Thema und einen Zeitraum fest. Über dieses Thema schreibt das gastgebende Blog selber etwas und lädt dann andere Blogs ein, sich auf ihren Blogs mit einem Beitrag daran zu beteiligen.

Das gastgebende Blog dokumentiert alle Aktivitäten und verlinkt zu den teilnehmenden Blogs. Bei manchen Blog-Paraden werden die Beiträge der teilnehmenden Blogs vom gastgebenden Blog in einem eBook zusammengefasst.

Der Nutzen für die teilnehmenden Blogs ist einerseits, dass sie andere Blogs kennen lernen und die auf sich aufmerksam machen sowie andererseits, dass sie etwas Wissen preisgeben und dafür etwas Wissen von anderen bekommen.

Infos: www.blog-parade.de

Die Blog-Parade „Geiler Content - aber wie geht das?“
Die Beschreibung dieser Blog-Parade steht auf der Website www.talkabout.de.

Die Blog-Parade „Social Media-Monitoring und Social Media Analytics“
Die Beschreibung dieser Blog-Parade steht auf der Website www.mikeschnoor.com.

Mein Beitrag zu den beiden Blog-Paraden
Ich möchte gerne die beiden Blog-Paraden in einem Artikel zusammenfassen, da es hierbei einige Wechsel-Wirkungen gibt und dafür folgendes Beispiel verwenden:

1. Ausgangslage
Von 2006 bis 2010 habe ich die Marketing-Aktivitäten eines regionalen High End HiFi- und TV-Händlers betreut und ihm im Rahmen meiner Beratung auch empfohlen ein Blog zu nutzen. Dieses habe ich über die gesamte Zeit eigenständig redaktionell betreut und 272 Artikel geschrieben.

2. Die Vorbereitung
Der HiFi- und TV-Händler war ein Zusammenschluss von zwei existierenden Unternehmen unter einem neuen Namen. Dieser Name sollte schnellstmöglich bekannt gemacht und die Firmen-Website bei „Google“ gefunden werden. Daher habe ich mir zunächst mal überlegt, was diesen Händler ausmacht und mir dann die Websites der Wettbewerber angesehen. Das waren damals „Media-Markt“ und „Saturn“ sowie andere regionale Händler, die alle über eine statische Website verfügten. Da ich mein Blog schon seit September 2001 betreibe und damit auch in Hinblick auf das Google-Ranking gute Erfahrungen gemacht habe, empfahl ich dem Händler bei seiner neu zu erstellenden Website ebenfalls ein Blog zu integrieren.

3. Themen-Findung und Wissens-Management
Hier dachte der Kunde (wie leider sehr viele Unternehmen) nur aus seiner Verkäufer-Sicht und wollte ausschließlich über seine Produkte, Test-Berichte, Reparatur-Kompetenz, Rabatt-Aktionen, usw. schreiben. Diese Punkte wollte ich zwar auch berücksichtigen, aber um Themen ergänzen, die den Leser interessieren, denn kein Mensch kauft einen CD-Spieler wegens des Produkts, sondern wegen des Produkt-Nutzens, damit Musik zu hören. Im Sinne des „Wissens-Managements“ wollte ich in seinem Blog im Laufe der Zeit mal alle Themen ansprechen, die sein Thema betreffen und über seinen Laden hinaus wären das die Fach-Zeitschriften und Fach-Messen der Branche, CD- und DVD-Tipps die er für seine Vorführungen verwendet, Konzerte, Location-Tipps, usw. Meiner Einschätzung nach würden bei dieser Vorgehensweise potentielle Kunden im Internet auf ihn aufmerksam werden, sein neuer Firmen-Name würde bekannt werden und Interessenten würden diesen Service honorieren und zu Kunden werden.

4. Redaktions-Plan und Guerilla-Marketing
Der Kunde war zwar zunächst skeptisch, aber er ließ sich erstmal darauf ein und so legte ich folgende Blog-Kategorien an:

-Händler-Name
-CDs, DVDs, Bücher
-Konzerte
-Location-Tipps
-Produkte
-TV-Tipps und Filme
-Veranstaltungen
-TV-Tipps
-Wissen
-Zeitschriften

Hierfür erstellte ich eine Themen-Sammlung, die kontinuierlich ergänzt wurde und einen Redaktions-Plan, der die Themen der letzten Beiträge berücksichtigte, damit diese abwechlungsreich wurden.

Anlässlich der Fußbal-WM 2010 sollten mehr Fernseher von „Loewe“ und Beamer von „Mitsubishi“ verkauft werden. Die Produkt-Informationen standen auf den Hersteller-Websites und nur Preis-Informationen wären für den Leser nicht sonderlich interessant gewesen. Also überlegte ich mir einen Artikel mit dem Titel „TV-Tipps alternativ zur Fußball-WM“, mit dem ich im Sinne des „Guerilla-Marketings“ zuerst konkreten Nutzen stiftete und dann in einem Nebensatz darauf hinwies, dass dafür natürlich auch ein „Loewe“-Fernseher oder „Mitsubishi“-Beamer hier gekauft werden könne. Durch die leserfreundliche Integration der entsprechenden Keywords wurde der Artikel und die Website sowohl für Fußball-, als auch für Produkt- oder Spielfilm-Interessierte zu einem informativen und passenden Such-Treffer.

5. Social Media-Unterstützung
Aufgrund der oben beschriebenen Themen-Aufbereitung, konnte ich diesen Artikel im Juni 2010 auch in meine persönlichen Social Media-Kanäle bei Facebook und Twitter streuen, mit denen ich damals experimentierte. Für meine Freunde wäre ein Hinweis auf einen HiFi- und TV-Händler uninteressante Werbung gewesen, aber ein Hinweis auf „TV-Tipps alternativ zur Fußball-WM“ war zunächst mal informativ.

6. Erfolgs-Messung mit „Google Alerts“ und „Google Analytics“
Wie auch schon bei früheren Blog-Artikeln für diesen Kunden kam kurz nach der Veröffentlichung der entsprechende „Google Alert“ und das bei der Kunden-Website hinterlegte „Google Analytics“ brachte folgende interessante Erkenntnis: Im Zeitraum vom 1.10.2008 bis 16.6.2010 brachte mein persönlicher Twitter-Kanal die drittmeisten Besucher auf die Kunden-Website und mein Agentur-Blog die fünfmeisten Besucher. Erst danach kam der erste der ca. zwanzig Hersteller, die auf ihren Websites im Händler-Verzeichnis zu meinem Kunden verlinkten. Die Zugriffs-Zahlen der gesamten Website stiegen kontinuerlich und auch die von Unterseiten, die forciert werden sollten, wie beispielsweise die „Schnäppchen-Seite“ mit einer Übersicht der Sonder-Angebote.

7. Fazit
Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig das Zusammenspiel der Website, ergänzender Social Media-Kanäle und dem Online-Monitoring, beispielsweise über „Google Alerts“ und „Google Analytics“, ist. Es hat weiterhin gezeigt, dass allein wegen eines Blogs, statt einer statischen Website, die Auffindbarkeit im „Google Such-Ergebnis“ sichtbar zunimmt und man Besucher-Ströme gezielt lenken kann. Es setzt voraus, dass man sich vorher überlegt, welchen Content-Schwerpunkt man setzen will, wie man den interessant aufbereitet, anschließend die Besucher-Aktivitäten misst und daraus konkrete Handlungen ableitet.

BarCamp-Sessions zu „Content-Marketing“ und „Online-Controlling“:
Bei der Un-Konferenz Open Summit in dieser Woche werde ich Sessions zu diesen Themen anbieten. Meine Session-Unterlagen stehen mittlerweile in meinem Vortrags-Archiv zum Download bereit.

Weitere Blog-Paraden, an denen ich bisher teilgenommen habe:
-Akquise-Tipps beim 1. Business-Blog-Karnveal in der KW 45/06
-Erfolgreiche PR & Medienarbeit beim 2. Business-Blog-Karnveal in der KW 7/07
-Erfolgreich mit Neuen Medien - Wie Internet und Web 2.0 das Business revolutionieren beim 3. Business-Blog-Karnveal in der KW 18/07


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